Stellungnahme des Autismus Therapie Zentrums Mülheim Duisburg Wesel e.V. zur aktuellen Medienberichterstattung über den Täter des Amoklaufes von Newton

Wir möchten darauf hinweisen, dass der von Cinthia Briseño verfasste Artikel aus dem Spiegel (15. Dezember 2012) „Asperger Syndrom – Blind für Emotionen“ keinesfalls als fundierter Tatsachenbericht für einen Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Asperger Syndrom zu werten ist. Fr. Briseño stützt die Vermutungen in Richtung einer Asperger-Symptomatik bei Adam Lanza lediglich auf Aussagen seiner  Mitschüler. Adam Lanza hat die Diagnose Asperger Syndrom nie erhalten. Auch gibt bislang keine Studien, die bei Amokläufertum und Autismus einen kausalen Zusammenhang dargelegt hätten. Die angeführten Beispiele von Amokläufern mit der Diagnose Asperger Syndrom sind mit Vorsicht zu genießen.

1.   Die Diagnosestellung erfolgt nach einer umfangreichen Differenzialdiagnostik, die sich im wesentlichen auf Beobachtungen und Befragungen stützt. Es gibt bislang keinen testbaren „Marker“, der im Blut o.ä. nachgewiesen wer den kann, um Autismus zu diagnostizieren. Ein Großteil von uns hat sicherlich schon einmal die Erfahrung gemacht, dass gerade die anamnese- und beobachtungsgestützte Diagnose des einen Arztes nicht unbedingt der Diagnose eines zweiten Arztes entsprechen muss.

2.   In Deutschland leben 80.000 bis 240.000 Menschen mit Asperger Syndrom. Es ist nicht auszuschließen, dass ein Amokläufer auch die Diagnose Asperger haben kann. Allerdings ist es eine sehr verquere Schlussfolgerung, dass alle Asperger automatisch Amokläufer sind. Genau so könnte man sagen, dass mit Sicherheit viele Amokläufer Kartoffeln essen. Den Umkehrschluss, dass alle Menschen die Kartoffeln essen, potenzielle Amokläufer sind, würde allerdings niemand ziehen.

Wir bitten alle Leser des Artikels von Frau Briseño von Stigmatisierungen abzusehen und sich bei Fragen an ausgewiesene Experten auf dem Bereich der Asperger Störung zu wenden. Es wäre fatal, wenn künftig junge und ältere Menschen mit Asperger Syndrom sowie deren Angehörige aufgrund der gewaltigen Reichweite der medialen Berichterstattung leiden müssten.

Bei weiteren Fragen oder Anregungen melden Sie sich auch jederzeit gerne bei uns unter der Rufnummer 0208 / 75 55 33.

Termine




13
Dez

Asperger Selbsthilfegruppe für Erwachsene


Zeit:
15:30 – 17:30

Ort:
Kassenberg 32
45479 Mülheim

Weitere Termine:

24.01.2015

14.02.2015



08
Jan

Elternstammtisch Mülheim

Liebe Eltern,

 

der Elternstammtisch wurde wieder reaktiviert.

 

Folgende Termine (jeweils von 19.00-21.00 Uhr) stehen fest:

 

08. Januar 2015

Schulische Inklusion international - ein Beispiel aus den USA

 

05. Februar 2015

05. März 2015

16. April 2015

07. Mai 2015

11. Juni 2015

 

 

Das Team des ATZ

-

 



Selbsthilfegruppe“ASS“

 

 

Wer sind wir:

 

Wir sind eine Selbsthilfegruppe junger Erwachsener im Alter von 20-30 Jahren aus dem Raum Wesel/Bocholt mit einer Autismus-Spektrum-Störung, die sich regelmäßig einmal im Monat im Autismus-Therapie-Zentrum Wesel  trifft.

 

In der Selbsthilfegruppe haben wir die Gelegenheit, uns über unsere aktuelle Situation auszutauschen, gegenseitig zu unterstützen und verstanden zu werden. Im Rahmen unserer Gruppe planen und unternehmen wir gemeinsame Freizeitaktivitäten.

 

Die Selbsthilfegruppe wird moderiert und unterstützt von einem Autismustherapeuten.

 

Treffen:

 

Monatlich ( Termin bitte erfragen)

18.00-20.00

Treffpunkt: Autismus-Therapie-Zentrum Wesel

Kassenberg 32, 45479 Mülheim

 

Wenn sie interessiert sind, können sie gerne Kontakt aufnehmen:

 

Kontaktperson:

 

Frank Oldenkott (Autismustherapeut)

Autismus-Therapie-Zentrum Mülheim

E-Mail:

Tel. 0208/755533

 

 

 

 

  • Diese Seite ausdrucken
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter